Thermografie – der Röntgenblick für mehr Energieeffizienz

Mehr als 60 % der Gebäude in Deutschland wurden vor dem Jahr 1978 erbaut – und sind damit mehr als 40 Jahre alt.1 Trotz aller Bemühungen um einen energieeffizienten, umweltfreundlichen und modernen Gebäudebestand ist die Mehrzahl aller Gebäude nicht auf dem neusten technischen Stand. Diese Aussage trifft sowohl auf Wohngebäude als auch auf industrielle Liegenschaften wie Produktionshallen, Lager oder Kühlhäuser zu.

Vor dem Hintergrund des rasanten technischen Fortschritts der letzten Jahre besteht für die Immobilienwirtschaft gerade bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden ein großes Potenzial. Die Thermografie hat sich als bildgebendes Verfahren zur Identifizierung von Wärmeverlusten oder bautechnischen Mängeln in diesem Zusammenhang besonders bewährt. Das Verfahren erlaubt die kostengünstige und zuverlässige Bewertung des Gebäudezustands und ermöglicht dem Eigentümer die langfristige Sicherung des Immobilienwerts.

1. Technische Grundlagen der Thermografie

Bei der Thermografie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Ober-flächentemperaturen von Objekten. Die Idee dahinter ist einfach: Jedes Objekt – also auch ein Gebäude – sendet Infrarotstrahlung aus. Die Intensität dieser Strahlung ist von der Temperatur des Objekts abhängig und gibt daher Aufschluss über die abgestrahlte Wärme. Wärmebildkameras sind in der Lage, die für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung zu erfassen und daraus ein Thermogramm zu erzeugen. Das Verfahren ist mit keinerlei Einschränkungen für den Betrieb im Gebäude verbunden.

In der Gebäudetechnik hat sich die Thermografie aufgrund ihrer weitreichenden Vorteile fest etabliert und ermöglicht die Identifizierung von Wärmeverlusten an beliebig großen Gebäudehüllen. So werden bei einem unzureichend gedämmten Gebäude die Flächen mit erhöhtem Wärmeverlust beispielsweise in der Farbe Rot gekennzeichnet.

Gleichzeitig lassen sich mit dem Verfahren auch Wärmebrücken zuverlässig identifizieren. Wärmebrücken sind Abschnitte in der Baustruktur, die eine besonders hohe Wärmeabgabe aufweisen – sie stellen eine häufige Ursache für Schimmel dar und sind somit unbedingt zu vermeiden. Mithilfe der Thermografie können darüber hinaus auch Leckagen im Gebäude erkannt und später fachgerecht beseitigt werden.

Vor dem Hintergrund des rasanten technischen Fortschritts der letzten Jahre besteht für die Immobilienwirtschaft gerade bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden ein großes Potenzial. Die Thermografie hat sich als bildgebendes Verfahren zur Identifizierung von Wärmeverlusten oder bautechnischen Mängeln in diesem Zusammenhang besonders bewährt. Das Verfahren erlaubt die kostengünstige und zuverlässige Bewertung des Gebäudezustands und ermöglicht dem Eigentümer die langfristige Sicherung des Immobilienwerts.

2. Für wen lohnt sich die Thermografie?

Die Erstellung von Thermogrammen ist eine kostengünstige Möglichkeit zur Lokalisierung von Schwachstellen und zur Identifizierung von Optimierungspotenzialen im Gebäude. Das Verfahren lohnt sich insbesondere, wenn folgende Probleme und Herausforderungen in der Liegenschaft auftreten:

Hohe Energiekosten durch eine unzureichende Wärmedämmung
Wenn die Kosten für die Beheizung des Gebäudes überdurchschnittlich hoch sind, ist oft eine unzureichende oder nicht fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung die Ursache. Mit der Ther-mografie gelingt es, Gebäudeflächen mit hohen Wärmeverlusten zu identifizieren. Die Thermogramme dienen als fundierte Grundlage für das Sanierungskonzept.

Feuchte Wände und gesundheitsgefährdende Schimmelpilzbildung
Feuchte Wände entstehen immer dann, wenn lokal eine besonders hohe Wärmeabgabe auftritt. Die ausgekühlten Flächen begünstigen die Kondensation von Wasser und bieten dadurch eine ideale Grundlage für die Vermehrung von Schimmelpilz. Auch im Gebäudeinneren kann es zu Wasserdampfkondensation und zu einem erhöhten Schimmelrisiko kommen. Im Rahmen einer Thermografie werden Risikobereiche identifiziert und können anschließend saniert werden.

Leckagen in Heizleitungen
Heizleitungen oder Fernheizungsrohre sind hohen Belastungen ausgesetzt. Durch Korrosion und andere Einflüsse können sich daher Leckagen bilden, die wiederum eine Durchfeuchtung der Wände verursachen. Wenn warmes Heizungswasser aus einer Rohrleitung austritt, können Sie die Leckage mithilfe einer Infrarotkamera sehr schnell lokalisieren.

Qualitätssicherung bei Neubauten
Bei Neubauten gelten hohe technische Anforderungen an die Energieeffizienz. So wird die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes beispielsweise in der Norm DIN 4108 Teil 2 definiert. Die Thermografie ist in der Lage, die Wärmeschutzstandards bei Neubauten zu prüfen und die Qualität des Gebäudes sicherzustellen. Auch bei der Erstellung des Energieeffizienzausweises kommt das Verfahren zum Einsatz.

3. Mit Thermografie Kosten senken und den Gebäudewert sichern

Die Thermografie ermöglicht es Immobilienbesitzern und Nutzern industrieller Liegenschaften, den Zustand ihrer Gebäude auf der Basis fundierter Messungen zu bewerten. Das bildgebende Verfahren stellt damit die Grundlage für fachgerechte Sanierungsmaßnahmen dar und ermöglicht den langfristigen Werterhalt der Immobilie.

Gleichzeitig gelingt es, durch gezielte Maßnahmen die Energiekosten des Gebäudes nachhaltig zu senken. So wird der Wärmebedarf des Gebäudes mithilfe einer gezielten Verstärkung der Außendämmung signifikant reduziert. Mit der Senkung der Energiekosten geht auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen einher. Modernisierungsmaßnahmen schonen also nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Auch in puncto Komfort und klimatischer Behaglichkeit bringt die Thermografie Vorteile mit sich: Durch Dämm-Maßnahmen am Gebäude wird die Hitze im Sommer ferngehalten, während es im Winter angenehm warm ist.

Die Vorteile der Thermografie im Überblick:

  • bessere Planung von Neu- oder Umbaumaßnahmen
  • fachgerechte Ausführung von Handwerkerleistungen
  • langfristige Sicherung des Gebäudebestands
  • nachhaltige Wertsteigerung durch hohen Bau- und Energiestandard
  • hohe klimatische Behaglichkeit im Gebäude
  • Vermeidung gesundheitsgefährdender Schimmelbildung
  • Kosten-, Energie- und CO2-Einsparung

4. Energiefresser identifizieren und Geld sparen – mit Mainova

Mainova ist als langjähriger Immobilienexperte mit den Vorteilen des Thermografie-Verfahrens bestens vertraut und bietet Ihnen die kostengünstige und fachgerechte Prüfung Ihrer Immobilie an. Mit unserer Thermografie-Lösung gelingt es, Wärmeverluste und bautechnische Schwachstellen bei Wohngebäuden, Verwaltungsobjekten, Produktionshallen, Lagerhäusern und anderen Liegenschaften zuverlässig zu identifizieren.

1https://www.dena.de/fileadmin/user_upload/8162_dena-Gebaeudereport.pdf

Mehr zu: Thermografie

SHARE
XING
Markus Gassem
Markus Gassem

Vertrieb Key Account Management

+49(0)69213-24080