Checkliste: Lohnt sich ein Lichtaudit für Ihr Unternehmen?

Der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch von Unternehmen wird häufig unterschätzt. Dabei lassen sich mithilfe einer energieeffizienten LED-Beleuchtung und damit verbundenen technischen Optimierungsmaßnahmen hohe Einsparpotentiale erschließen. Schließlich sind vielerorts noch veraltete Beleuchtungsanlagen im Einsatz, deren Beleuchtungsstärke nicht den Vorgaben der BG-Norm entsprechen – und die mit der Effizienz und Funktionalität von LED-Lampen nicht mehr mithalten können.

Ein guter Ansatz, um Einsparpotentiale im eigenen Unternehmen zu identifizieren, sind Lichtaudits. Welche Vorteile diese Audits bieten und für welche Unternehmen sie sich besonders gut eignen, möchte ich an dieser Stelle genauer betrachten.

Warum ein Lichtaudit?

Lichtaudits sind Vor-Ort-Energieberatungen, bei denen die Beleuchtung eines Gebäudes von einem oder mehreren Experten systematisch unter die Lupe genommen wird. Darauf aufbauend erhalten Unternehmen, die ein solches Audit durchführen lassen, einen umfassenden Bericht über ihre Beleuchtungssituation sowie konkrete Vorschläge, mit deren Hilfe sich diese Situation verbessern ließe. Zudem erstellen die Energieexperten ihren Kunden eine Übersicht zur Amortisationszeit der einzelnen Maßnahmen und zu den CO2-Einsparungen, die sie dadurch erzielen können. Falls gewünscht, erstellen sie darüber hinaus ein detailliertes Beleuchtungs-Konzept.

Im Grunde genommen handelt es sich bei Lichtaudits also um ein Werkzeug, das Unternehmen eine Entscheidungsgrundlage bietet. Sie erhalten einen Überblick darüber, an welchen Stellen bei ihrer Beleuchtung ein Verbesserungspotential besteht und welche Maßnahmen wirtschaftlich vernünftig wären, um dieses Potential zu nutzen. Die Entscheidung selbst bleibt im Anschluss an das Audit natürlich jedem selbst überlassen.

Aus meiner Sicht bietet ein Lichtaudit für Unternehmen vier entscheidende Vorteile:

1. Im Rahmen des Lichtaudits identifizieren Energieexperten konkrete Einsparpotentiale in einem Gebäude. Häufig lassen sich dadurch Einsparungen von bis zu 70 Prozent im Bereich der Beleuchtung erreichen.

2. Mithilfe des Energieexperten sorgen Unternehmen in ihren Gebäuden für ein helles, angenehmes Lichtniveau. Studien belegen, dass dies das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter deutlich steigert.

3. Zugleich erhöht sich durch die mit dem Lichtaudit verbundenen Maßnahmen auch die Zuverlässigkeit der Beleuchtungsanlagen. Den Personalaufwand, der mit der Wartung von defekten Leuchtmitteln und Beleuchtungsanlagen verbunden ist, können Unternehmen dadurch drastisch senken.

4. Nicht zuletzt informieren die Energieexperten ihre Kunden auch über Fördermöglichkeiten, die die Gesamtkosten der Optimierungsmaßnahmen drosseln. Unternehmen, die ihre Beleuchtungsanlagen ohnehin austauschen möchten, sparen auf diesem Weg zusätzlich Geld.

Für wen ein Lichtaudit interessant ist

Lichtaudits sind im Prinzip für jedes Unternehmen, das seine Energiekosten senken möchte, eine attraktive Option. Doch natürlich gibt es Organisationen und Branchen, für die solche Audits besonders gut geeignet sind. Dazu zählen zum Beispiel Hotels, Industrieunternehmen oder Betreiber von großen öffentlichen Gebäuden. Um zu prüfen, inwiefern ein Lichtaudit für Sie interessant ist, hilft ein Blick auf unsere Checkliste. Treffen einer oder gar mehrere der folgenden Punkte auf Ihr Gebäude zu, ist ein Lichtaudit mit großer Wahrscheinlichkeit sehr lohnenswert.

  • In Ihrem Unternehmen herrschen lange Beleuchtungszeiten vor

    Bedingt durch den Schichtbetrieb ist die Beleuchtung gerade in der industriellen Fertigung über den Großteil des Tages aktiv. Aber auch in anderen Branchen wird sie zum Teil sehr stark in Anspruch genommen – zum Beispiel in Hotels, wo sie praktisch den gesamten Tag eingeschaltet ist. Für Unternehmen aus diesen Branchen lohnt sich ein Lichtaudit also eigentlich immer. Für alle anderen gilt: Zumeist führt ein Lichtaudit bereits ab einer täglichen Beleuchtungszeit von acht Stunden zu beträchtlichen Einsparungen.

  • In Ihrem Unternehmen wird mit HQL-Lampen beleuchtet

    Viele Beleuchtungsanlagen sind nach wie vor mit Hochdruck-Quecksilber-Lampen (HQL-Lampen) ausgestattet. Diese sind deutlich weniger leistungsfähig als LED-Lampen, die durch einen geringeren Energieverbrauch, eine bessere Lichtausbeute (das Verhältnis zwischen Lichtstrom und elektrischer Leistung) und eine höhere Zuverlässigkeit bestechen. Laut EU-Beschluss ist die Zeit der HQL-Lampen ohnehin vorbei – sie dürfen nicht mehr verkauft werden. Erlaubt sind lediglich der Einbau und die Nutzung von noch vorhandenen Restbeständen. Steht ohnehin eine Umstellung an, empfiehlt es sich, die Gelegenheit für einen Gesamtcheck der Beleuchtung zu nutzen.

  • In Ihrem Unternehmen wird mit T8-Leuchtstoffen sowie mit Halogen-Beleuchtung gearbeitet

    Ähnlich wie bei den HQL-Lampen sind auch die T8-Leuchtstofflampen (oft auch vom Typ 5) sowie Halogen-Lampen in vielen Unternehmen nach wie vor im Einsatz. Auch sie können LED-Lampen nicht das Wasser reichen, vor allem, was die Lichtausbeute betrifft. Von daher gilt auch hier: Ist ein Austausch der Beleuchtung ratsam, bietet ein Lichtaudit eine gute Möglichkeit, um gleich die gesamte Beleuchtungssituation ins Auge zu fassen.

  • Ihr Unternehmen hat Probleme bei der Haltbarkeit seiner Leuchtmittel

    Der Einsatz veralteter Leuchtmittel ist nicht nur vor dem Hintergrund der Energieeffizienz und Lichtqualität von Bedeutung. Zugleich zeichnen sich viele von ihnen durch eine vergleichsweise kurze Haltbarkeit aus. Folglich müssen die Lampen häufig ausgetauscht werden, was einen konstanten Kostenfaktor darstellt. Ihn könnten Unternehmen durch den Einsatz von LED-Lampen, die wesentlich langlebiger sind (bis zu 50.000 Stunden), sehr deutlich verringern. Nicht zuletzt geht es bei diesem Punkt unserer Checkliste auch ein Stück weit um Ästhetik: Sind zum Beispiel in der Lobby eines Gebäudes mehrere Lampen defekt, macht das auf Gäste immer einen schlechten Eindruck. Die Langlebigkeit von LED-Lösungen ist also auch in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

  • In Ihrem Unternehmen ist die Beleuchtung auch dann aktiv, wenn die Mitarbeiter gerade nicht anwesend sind

    Gerade in großen Gebäuden – zum Beispiel in Fertigungshallen oder großräumigen Büro-Gebäuden – ist dieser Punkt unserer Checkliste ein bedeutender Faktor, der häufig unterschätzt wird. Dabei ließe sich hier mithilfe einer intelligenten Beleuchtungssteuerung und durch den Einsatz von Bewegungsmeldern viel Potential erschließen. Welche Optionen davon für ein Unternehmen sinnvoll wären, lässt sich durch ein Lichtaudit schnell herausfinden.

  • Ihr Unternehmen möchte seine Beleuchtungs- sowie die dazugehörigen Instandsetzungskosten senken

    Diese nicht unerheblichen Kosten lassen sich durch den Einsatz von LED-Technik sehr deutlich reduzieren. Durch deren Effizienz und Langlebigkeit können Unternehmen langfristig bei den Ausgaben für Strom, Wartung und Instandsetzung sparen. Inwiefern diese Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind, wird im Rahmen des Audits ausgiebig untersucht.

Fazit

Trifft auf Sie mindestens einer der Punkte aus unserer Checkliste zu, ist ein Lichtaudit aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Mit einem solchen Audit erhalten Sie von professioneller Seite eine Entscheidungshilfe, mit deren Hilfe Sie sehr gut einschätzen können, welche Maßnahmen in welchem Bereich Ihrer Beleuchtung sinnvoll sind. Wie ein Lichtaudit in Ihrem Unternehmen konkret ausgestaltet werden kann, können wir gerne besprechen. Sie erreichen mich unter Tel. 069/213-84107.

Mehr zum Thema Lichtaudit erfahren Sie in unserem Whitepaper.

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Andreas Ramonat

Projektleiter bei der ABGnova GmbH

+49(0)69213-84107